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Wärmedurchlasswerte und Eigenschaften von Parketten auf Fussbodenheizung

Listone Giordano® auf Fußbodenheizung

Estrichheizungen erwärmen die Räume durch die Übertragung der Wärme aus dem Untergrund.

Diese Heizungsart ist sehr beliebt, da sie verschiedene Möglichkeiten bietet:

• Verzicht auf unästhetische Heizkörper;

• Können in vorgefertigten Elementen eingebaut werden (Fertighaussysteme);

• Geringere Temperaturen (Energiesparmaßnahmen);

• Erzielung gleichmäßiger konstanter Temperaturen.

In der Kalkulation der erforderlichen Heiztemperatur des Systems muß man einige Eigenschaften wie Wärmleitfähigkeit, Wärmewiderstand(R) und Wärmedurchlass(K) betrachten. Die letztgenannte Eigenschaft beschreibt die Wärmezufuhr, die bei jeder Änderung der Temperatur um eine Einheit, eine Flächeneinheit durchläuft.

Betrachtet man zwei Bereiche mit unterschiedlichen Temperaturen T1 (Temperatur des Heizungssystems) und T2 (Temperatur des Raumes, der beheizt werden soll, mit T1>T2) - getrennt durch eine Oberfläche (konkret ein Parkettboden) - erfolgt der Wärmedurchlass von T1 zu T2 nach einem Gesetz, das durch folgende Formel beschrieben werden kann:

Q = K x S x ( T1 – T2 ) gemessen in Watt oder in Kcal/h

Q ist die Wärmemenge, die die Oberfläche S (qm) senkrecht zur

Wärmedurchlassrichtung durchdringt und K ist der Wärmedurchlasskoeffizient.

 

Auswahl des Parkettbodens auf Fußbodenheizung

Alle Parkettböden Listone Giordano sind geeignet für Verlegung auf

Fußbodenheizung. Die richtige Auswahl des Bodens auf Estrichheizung hängt ab von der:

• Thermischen Widerstandsfähigkeit und in Konsequenz auch die technischökonomische Beurteilung des zu verlegenden Fußbodens

• Dimensionsstabilität des zu verlegenden Fußbodens

Die Thermische Widerstandsfähigkeit variiert je nach Holzart und überdies auch nach der Stärke des Parkettbodens.

 

Vernachlässigt man die Unterschiede der Holzarten, kann man hinsichtlich der

Technik der Fußböden und der Stärke zwei Kategorien bestimmen:

a) fest verklebtes Parkett (Mosaik, Lamparkett, und versiegeltes Parkett wie

Listone Giordano®)

besitzt R = 0,06 ÷ 0,09 qmK/W gleich wie 4mm dicke Teppichböden.

b) Schwimmend verlegtes Parkett (15-21 mm dickes Mehrschichtparkett, versiegelt) oder 22m dickes Massivstabparkett besitzt R = 0,15 ÷ 0,18 qm/W gleich wie 10mm starke Teppichböden.

Aufgrund dieser nach thermischer Widerstandsfähigkeit bestimmten Aufteilung und energetischer Überlegungen wird es selbstverständlich, dass auf Fußbodenheizung fest verklebte Parkettböden besser einzusetzen sind, als schwimmend verlegte Fußböden. Insbesondere bietet das fest verklebte Parkett auch mehr Leistung hinsichtlich geringerer Aufbaustärke und kontinuierlicherer Wärmeleitfähigkeit.

Innerhalb der Kategorie fest verklebter Parkettböden, bietet 11 mm starkes Parkett Listone Giordano® die besten Eigenschaften für Verlegung auf Fußbodenheizung.

Wenn man 11m starkes Parkett Listone Giordano® mit einem 14mm starken Massivparkett vergleicht, zeigen sich 2 enorme Vorteile:

• Geringerer Wärmedurchlasswiderstand, das heißt Energieeinsparung;

• Dimensionsstabilität gegen Verformung und Schwinden bzw. Ausdehnung.

 

Diese zwei Eckpunkte sind deswegen so bedeutend, da der erste Effekt, den die Fußbodenheizung in Verbindung mit Parkettfußböden verursacht, eine Austrocknung des Holzes darstellt, und sich damit Fugen zeigen können. Listone Giordano®, mit der Trägerschicht aus Birkensperrholz, bietet in diesen Situationen die maximale Dimensionsstabilität zur Vermeidung oder Abschwächung eventueller Fugen.

Wenn man die 14 mm starken Parkettböden Listone Giordano® Maxi betrachtet, erzielt man dieselben Stabilitätswerte wie bei 11mm, jedoch mit einer kleinen Einschränkung hinsichtlich des Energieeinsparvorteils.

 

Heizungssystem

Es werden üblicherweise zwei verschiedene Arten von Heizungssysteme bei der Planung verwendet:

 

• Elektrisches Heizsystem

• Warmwasser Heizsystem.

Das Erstere wird oft verwendet in Ländern, in den man günstig elektrisch Energie kaufen kann.

 

Technisch sind 2 Lösungen möglich:

• Permanente elektrische Zirkulationsvorrichtung;

• Periodische Zirkulationsvorrichtung (Speichersystem).

 

Die erste Lösung benötigt ergänzende Heizungen (z.B. Strahlungsheizungen), da die Heizdrähte in den Kunststoffummantelungen nicht mehr als 40°C erreichen können.

Speichersysteme sind weniger üblich in Haushalten und nur geeignet für bestimmte Tarife (Nachtspeicheraufladung). Tatsächlich benötigt dieses System hohe Energiemengen, da der elektrische Widerstand sehr groß ist und mit hoher Drahttemperatur gefahren wird (70°C).

Das zweite System benützt heißes Wasser als Wärmediffusionssystem. Die Flüssigkeit zirkuliert durch Metall oder Kunststoffrohre innerhalb der Mauern oder des Estrichs.

 

Während der Installation des Heizsystems müssen die drei nachfolgenden Dinge beachtet werden:

1) Umhüllen Sie die Heizungsrohre mit mindestens 3 cm Estrich, damit eine gleichmäßige Wärmediffusion

gewährleistet wird

2) Trennen Sie den Estrich mit trittschallabsorbierendem Isolationsmaterial und einer unterlegten Dampfsperre

vom Untergrund/Beton (PVC oder Polyurethanpapier)

3) Trennen Sie den Heizungsestrich mit einem Dehnungsstreifen von der Wand, um physische Bewegungen

des Heizestrichs abfangen zu können. Die Trennfuge muß 1cm stark sein, ausgeführt mit einem elastischen Band.

 

Parkettverlegung Installationsphasen

Vor der Verlegung sind für ein gutes Ergebnis einige Vorbereitungen notwendig.

Nach Auswahl des Parkettbodens ist es notwendig das Heizsystem passend zu der Wärmewiderstandsfähigkeit des zu verlegenden Produktes auszuwählen.

Vor allem bei Warmwasserheizungen muß der Konstrukteur die Anlage getestet haben, und sich versichern, dass kein Wasser austritt. Am Ende dieser Vorbereitungsphase – vor der Verlegung – muß man die physikalische und strukturellen Eigenschaften des Estrichs überprüfen.

Vermeiden Sie Zusätze oder einen Ausgleich des Heizestrichs, da diese unter ständigen Temperaturschwankungen bei Holzbewegungen sich lösen könnten. Der Estrich muß fest, eben, sauber, trocken und ohne Risse sein. Die maximale Fechte beträgt für Zementestrich 1,7 CM% und für

Calciumsulfat/Anhydritestrich 0,3%.

Um die Trocknung des Estrichs korrekt zu verfolgen ist es notwendig, das Heizsystem vor der Parkettinstallation einzuschalten, insbesondere um die Spannungen abzubauen und diesen zu stabilisieren.

Die Aufwärmphase muss wie folgt durchgeführt werden: Heizen Sie die Anlage auf, in dem Sie täglich die Wassertemperatur um 2°C erhöhen bis Sie 35-40°C erreichen ( der Start sollte mit einer Temperatur erfolgen, die der Umgebungstemperatur entspricht);  Halten Sie die Temperatur auf Maximum für 2 Wochen; Heizen Sie die Anlage ab in Schritten von täglich 5°C; Schalten Sie die Anlage für 10 Tage aus; Schalten Sie die Anlage wieder ein und führen Sie dieselbe Aufheizungsphase wie beim ersten Mal durch;  Halten Sie die Maximaltemperatur für mehrere Tage;  Heizen Sie die Anlage wieder schrittweise ab und warten Sie die Abkühlung des Estrichs ab, bevor sie mit der Verlegung beginnen.

Nach der vorbereitenden Phase und der Kontrollphase (siehe unten) können sie mit der Verlegung beginnen. Für die Verlegung dürfen Sie nur Klebstoffe verwenden, die vom Hersteller für Verklebung auf Fußbodenheizung freigegeben sind.

Der verwendete Klebstoff muss ausreichend elastisch sein, um die Bewegungen des Holzes mitzugehen. Er muss zusätzlich genügend Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze besitzen, um die Festigkeit zu erhalten.

Bei Listone Giordano® müssen sie nur die Aushärtung des Klebstoffes abwarten, danach können sie die Heizung einschalten. Im Falle von „classico“ (nicht versiegelt) müssen Sie die vollständige Aushärtung des Klebstoffes und des Lackes abwarten, bevor sie die Heizung wieder einschalten.

 

Es ist nützlich, wenn Sie kleine Dinge während des Betriebs der Heizung beachten:

• Die Oberflächentemperatur des Fußbodens darf 26/27°C nicht übersteigen.

• Um Fugen und Verformungen vorzubeugen, empfehlen wir keine dicken Teppiche oder andere Materialien, die nicht diffusionsfähig sind, auf den Fußboden zu legen.

• Um die physikalische Stabilität des Holzes und optimale Bedingungen für den Menschen im Umfeld zu

garantieren, ist es erforderlich die klimatischen Bedingungen des Raumes innerhalb 45-65% relativer Luftfeuchtigkeit und 18-25°C Temperatur zu halten. (ggfls ist der Einsatz von geeigneten Luftbefeuchtern

notwendig).

 

KONTROLLPHASE

Es ist Pflicht, die sogenannte Belegreife des Estrichs durch Feuchtemessungen mit der CM-(Calciumcarbid) Methode an den markierten Stellen des Estrichs durchzuführen. Ergeben diese Messungen einen Feuchtigkeitsgehalt von über 1,8% bei Zementestrichen bzw. über 0,3% bei Calciumsulfatestrichen (Anhydrit) so darf nicht verlegt werden. Das Heizverfahren ist so lange durchzuführen, bis diese Werte erreicht werden

(vgl. DIN 18560,18356,18365,18367 und die entsprechenden nachfolgenden Euronormen).

 

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